Smart Products und Smart Services

Wie werden Produkte zu schlauen Produkten?

Immer mehr neue Produkte können über das Internet Informationen mit anderen Geräten austauschen und per App Befehle empfangen. Die Sensor- und NFC-Technologie ist mittlerweile so klein und unscheinbar, dass fast jedes Produkt damit ausgestattet werden kann. Eine vernetzte 9V-Batterie gibt es zum Beispiel bereits für wenig Geld. Die „Smart Battery“ wird in Rauchmelder ohne Smartphone-Anbindung eingebaut und per App und WLAN mit dem Router verbunden. So wird der Rauchmelder „Smart“ und das Alarmsignal kann im Notfall an das Smartphone gesendet werden.

Ermöglicht wird dies über Produkte und Komponenten mit eingebetteten Systemen, welche in der Lage sind, Daten zu sammeln, zu kommunizieren und sich so zu vernetzen, woraus sich völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Smart Products werden von Unternehmen eingesetzt, um die Produktion mehr auf individuelle Kundenwünsche zuzuschneiden und digitale Zusatzleistungen für ihre Produkte anzubieten, damit das Kundenerlebnis erweitert wird. Jedoch beschränken sich Smart Products nicht nur auf die Endkundenwelt.

Ihre Möglichkeiten werden ebenfalls bei der Produktion zahlreich genutzt.
Die neuen Technologien bieten für den deutschen Mittelstand hervorragende Möglichkeiten, sich Schritt für Schritt der Technologie zu öffnen. Das Internet, kostengünstige Sensoren und netzwerkfähige Kleincomputer erlauben Unternehmen die Auswertung von Daten, die sie bisher nicht einmal ansatzweise nutzen konnten.

Smart Products
  1. Vorteile von Smart Products und Smart Services:
  2. Steigerung der Sicherheit von Systemen
  3. Kosteneinsparungen durch Prozessautomatisierung
  4. Kundenbedürfnisse besser verstehen, Prozesse optimieren
  5. Prozesse innovativer Produkte vereinfachen und Mehrwert schaffen
  6. Vorausschauende Planung für optimale Abläufe (Predictive Analytics)
  7. Technologien zur Steigerung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit
  8. Neugeschäft durch neue Smart Services

Die Kosten, um die eigenen Produkte zu vernetzen, sind am Anfang überschaubar. Bestehende Ressourcen und Kundenbeziehungen können zudem genutzt werden und das Geschäftsmodell ändert sich nicht. Das Digitalisieren vorhandener Produkte ist daher ein guter Mittelweg für den deutschen Mittelstand, um das Potenzial der Digitalisierung schnell zu nutzen. Auf diese Weise erlauben Smart Products den schrittweisen Übergang hin zur Industrie 4.0.

 

Smarte Produkte werden durch Sensorik und kleinste Bauteile erst möglich.

 

Ob Reifenhersteller oder Büromöbelausstatter, jegliche Produkte können vernetzt werden und zu neuen Services und Kundenerkenntnissen führen. Doch wie am besten starten? Die Zahl bewährter Best-Practices-Lösungen ist heute bereits groß. Um das Risiko von Fehlschlägen zu begrenzen, sollten am Anfang einfache IoT- oder IIoT-Anwendungen angegangen werden. Wichtig ist es auch, auf Standardlösungen und offene Standards zu setzen. Der Markt bietet heute schon sehr gute IoT- und IIoT-Plattformen mit dazugehörigen Apps an, die schnell und mit wenig finanziellem Aufwand erste Ergebnisse sichtbar machen. Sind die Lösungen erst Implementiert, lassen sich neue Services wie zum Beispiel Predictive Analytics oder Fern- und vorausschauende Wartung anbieten. //

 

 

 

 

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