Asset Tracking, NFC, Beacons & Co.

Indoor-Positionsbestimmung bezeichnet die Lokalisierung von Objekten oder Menschen in Gebäuden.

 

Indoor-Lokalisierungs-Lösungen helfen in vielen unterschiedlichen Bereichen, wie Shoppingcentern, Krankenhäusern, Flughäfen, Messen und Museen, Güter und Menschen zu lokalisieren. Asset Tracking bezeichnet die Methode zur Verfolgung von physischen Assets, entweder durch Scannen von Barcode-Labels, die an die Assets angehängt sind, oder durch Verwendung von Tags mit GPS, BLE oder RFID, die ihren Standort übertragen.

Dabei haben die unterschiedlichen Szenarien individuelle Anforderungen an die Lokalisierung, einerseits bei der geforderten Genauigkeit, andererseits auch bei der Frage, ob Personen oder Güter lokalisiert werden sollen.

Der Hauptvorteil von Asset-Tracking-Lösungen zum Beispiel in Gesundheitseinrichtungen sind Kosteneinsparungen durch Effizienzsteigerung und Optimierung des Inventars. Grundlage hierfür ist die Transparenz, wo sich bewegliche Gegenstände wie Betten oder medizinische Geräte zu einem bestimmten Zeitpunkt befinden. Anhand dieser Daten können Nutzungs- und Auslastungsanalysen erstellt werden. Basierend darauf können dann das Inventar und die Prozesse optimiert werden. Und das kommt letztendlich vor allem den Patienten zugute, denn durch die eingesparte Zeit hat das Krankenhauspersonal mehr Zeit für die Patienten.

Kernaussagen
Durch die Indoor-Lokalisierung können in Gebäuden Personen geführt und Güter lokalisiert werden.
Indoor-Lokalisierungs-Lösungen sind dabei, in den Bereichen Industrie, Gesundheitswesen sowie Groß- und Einzelhandel zum Standard zu werden.
Indoor-Lokalisierung vereinfacht und optimiert in Verbindung mit Business-Intelligence die Prozessabläufe in unterschiedlichen Szenarien.
Indoor-Lokalisierungs-Systeme erhöhen die Arbeitssicherheit.
Durch Indoor-Lokalisierung können neue Dienste generiert und bereits bestehende Dienste erweitert werden.

 

Doch welche digitale Infrastruktur ist dafür nötig? Grundlage bildet eine „Bluetooth Low Energy“-Mesh-Infrastruktur. Diese besteht aus Empfängereinheiten in Form von kleinen Bluetooth-Sendern, die sich zu einem Kommunikationsnetzwerk verbinden. An den zu ortenden Gegenständen werden sogenannte Asset-Beacons befestigt. Diese senden in regelmäßigen Intervallen ein Signal an die Mesh-Infrastruktur. Über ein Gateway gelangen diese Daten in das Internet und können über eine Datenmanagement-Plattform verarbeitet werden. Der Benutzer bekommt die aufbereiteten Daten daraufhin auf einem Dashboard angezeigt. Die Beacon-Technologie ist, speziell in der Ausbauform eines „Bluetooth Low Energy“-Mesh-Netzwerks, eine kosteneffiziente Infrastrukturlösung, die in Kombination mit Sensordaten eine Vielzahl an Anwendungsfällen – so zum Beispiel das Anzeigen von Temperaturen bei empfindlichen Gütern – ermöglicht.

Auch in Shoppingcentern bietet die Nutzung eine Vielzahl von Vorteilen für den Betreiber und den Endkunden. Dies gilt natürlich auch für Filialketten. In beiden Szenarien gibt es vielfältige Anwendungen, dazu zählt primär die Navigation des Kunden zu diversen Zielen, wie zum Beispiel Shops, Stellplatz des eigenen Autos im Parkhaus oder Servicepoints. Im nächsten Schritt können die Kunden dann ebenfalls in den Shops zu bestimmten Bereichen geleitet werden.

Lokalisierungstechnologien erleben aber auch durch Industrie 4.0 einen starken Aufschwung. Dabei unterscheiden wir den Bereich der Personenführung, wie zum Beispiel im Alleinarbeiterschutz, und den IoT-Bereich (Internet of Things), bei dem eine direkte Kommunikation zwischen den Maschinen (M2M) notwendig ist. Die Kenntnis der Position von Gütern und Geräten ist für einen optimierten Produktionsprozess ein immer wichtiger werdendes Kriterium. Ein weiterer Aspekt sind alle Messungen im Indoor-Bereich, die mit einer genauen Positionsinformation verknüpft werden müssen, zum Beispiel Analysen von Mobilfunk- oder WLAN-Netzen oder aber Umwelt-Analysen.

In Gebäuden, die über ein „Bluetooth Low Energy“-Mesh-Netzwerk digitalisiert sind und über die notwendige Sensorik verfügen, können unterschiedlichste Smart Services realisiert werden. Beispielsweise die Steuerung der Gebäudetechnologie wie Heizung oder Klima, Jalousien, Licht, Multimedia, Access-Management, Raumbuchung, Erkennung von freien Arbeitsplätzen bis hin zu Auslastungs- und Nutzungsanalysen.

 

Weiterführende Informationen finden Sie unter: https://www.handbuch-digitalisierung.de/digital-lesen/#p=155

 

 

 

Der Text ist unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 DE verfügbar.
Lizenzbestimmungen:
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